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Bayern 400 Experten diskutieren bei Pflegegipfel

Über die Zukunft der Pflege in Bayern diskutieren am Donnerstag (13. Juli 2017) in Nürnberg etwa 400 Experten. Angesichts des demografischen Wandels seien dringend mehr Fachkräfte nötig, sagte Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU).

Themenseite: Fachkräftemangel

«In 30 Jahren wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen voraussichtlich verdoppelt haben.» Der steigenden Zahl von Pflegebedürftigen stünden jedoch weniger Erwerbstätige gegenüber. Gefordert seien daher sowohl der Staat und die Kommunen als auch Kassen, Träger und Pflegekräfte, Angehörige und Ehrenamtliche. «Wir brauchen aber auch mehr gesellschaftliche Anerkennung für die Pflege», sagte Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU).

«Altenpflege ist heute schon ein Mangelberuf. Wir müssen also viel tun, damit wir mehr Menschen für die Alten- und Krankenpflege gewinnen», sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) dem Bayerischen Rundfunk vor einer für den Nachmittag geplanten Rede. Die Arbeitsbedingungen müssten besser werden. Dazu gehörten mehr Personal und eine faire Vergütung. Zur Bezahlung sagte Gröhe: «Wir haben gerade in der Altenpflege dramatische Unterschiede - fast 1.000 Euro zwischen einzelnen Bundesländern. Hier muss es zügig zu einer Anpassung kommen.» Als positives Zeichen wertete er die steigenden Ausbildungszahlen: «Noch nie haben so viele Menschen eine Ausbildung in der Kranken- und Altenpflege begonnen wie gerade jetzt.»

Kern des Pflegegipfels sind drei Foren zu den Themen Pflegeversicherung, häusliche Pflege und Pflegekräfte.

Ein ausführlicher HCM-Nachbericht folgt in Kürze.

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